JAEB Düsseldorf

Personalmangel in der Kita – was tun?

Personalausfälle und Fachkräftemangel können dazu führen, dass Kitas ihre Betreuung zeitweise einschränken müssen – zum Beispiel durch verkürzte Öffnungszeiten, Notbetreuung oder geschlossene Gruppen. Solche Situationen lassen sich nicht immer vermeiden. Wichtig ist aber, dass transparent, nachvollziehbar und möglichst planbar damit umgegangen wird.

Was könnt ihr als Eltern tun?

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Fragt nach dem Vorgehen bei Personalausfällen

Wenn Betreuung häufiger eingeschränkt wird, fragt bei der Kita nach: Gibt es ein festes Vorgehen oder Notbetreuungskonzept? Nach welchen Kriterien wird Betreuung reduziert? Wie werden Eltern informiert? Und wie wird entschieden, welche Kinder betreut werden können?

Ein klarer Plan schafft für Familien mehr Verlässlichkeit als kurzfristige Einzelentscheidungen.

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Bindet den Elternbeirat ein

Wenn Personalausfälle regelmäßig zu Einschränkungen führen, sollte der Elternbeirat das Thema mit Kita-Leitung und Träger besprechen. Der Elternbeirat hat bei wesentlichen Entscheidungen unter anderem zur personellen Besetzung und zu den Öffnungszeiten Informations- und Beteiligungsrechte.

Mehr zu Aufgaben und Rechten des Elternbeirats →

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Schaut euch das Düsseldorfer Notbetreuungskonzept an

Für Personalengpässe gibt es in Düsseldorf ein Konzept, das Einrichtungen als Orientierung nutzen können. Die Grundidee: Statt einzelne Gruppen über längere Zeit komplett zu schließen, soll die verfügbare Betreuung möglichst verlässlich verteilt werden. Ziel des Konzepts ist, allen Kindern möglichst mindestens 35 Stunden Betreuung pro Woche anzubieten.

Die Anwendung des Konzepts ist freiwillig und begründet keinen eigenen Rechtsanspruch.

Düsseldorfer Konzept zur Notbetreuung ansehen →

Werden Kinder berufstätiger Eltern bei der Notbetreuung bevorzugt?

Eine Berufstätigkeit der Eltern führt nicht automatisch dazu, dass ein Kind immer bevorzugt betreut wird.

Im Düsseldorfer Notbetreuungskonzept ist Berufstätigkeit ein mögliches Kriterium bei der Vergabe von Plätzen in Notgruppen – neben weiteren Kriterien wie Kinderschutz beziehungsweise Hilfen zur Erziehung, Alleinerziehenden, Kindern mit Eingliederungshilfe sowie der Eingewöhnungs- oder Abschlussphase.

Reichen die Plätze trotzdem nicht für alle Familien mit Bedarf aus, sieht das Konzept eine rotierende beziehungsweise tage-, wochen- oder zeitslotweise Verteilung vor.

Der Hintergrund: Eine Kita hat gegenüber allen Kindern einen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag. Betreuung dient damit nicht ausschließlich dazu, Eltern die Ausübung ihrer Berufstätigkeit zu ermöglichen. Gerade bei länger andauernder Notbetreuung soll deshalb möglichst verhindert werden, dass einzelne Kinder über lange Zeit vollständig aus ihrem gewohnten Kita-Alltag herausfallen.

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Bei dauerhaften Problemen den Träger einbeziehen

Wenn Betreuung immer wieder oder über längere Zeit eingeschränkt wird, sollte nicht nur die Kita-Leitung angesprochen werden. Fragt den Träger der Einrichtung konkret, wie die Betreuung bis zur Verbesserung der Personalsituation organisiert wird, welche Maßnahmen zur Stabilisierung ergriffen werden und wie verhindert wird, dass einzelne Familien oder Gruppen dauerhaft besonders stark betroffen sind.

Was ist bei Notbetreuung wichtig?

Planbarkeit

Eltern sollten möglichst früh wissen, wann und in welchem Umfang Betreuung eingeschränkt wird.

Nachvollziehbarkeit

Es sollte transparent sein, nach welchen Kriterien Notbetreuung organisiert wird.

Kontinuität

Kinder sollten möglichst nicht über längere Zeit vollständig aus ihrem gewohnten Kita-Alltag herausfallen.

Wann solltet ihr euch beim JAEB melden?

Meldet euch gerne bei uns, wenn eure Kita sehr häufig Betreuung reduziert oder Gruppen schließt, es kein nachvollziehbares Vorgehen gibt, Eltern immer wieder sehr kurzfristig informiert werden oder ihr als Elternbeirat bei grundlegenden Veränderungen nicht einbezogen werdet.

Wir können keine zusätzlichen Fachkräfte bereitstellen oder konkrete Personalentscheidungen treffen. Wir sammeln aber Rückmeldungen aus den Einrichtungen und bringen strukturelle Probleme gegenüber Stadt, Jugendamt und Trägern ein.